Wassersuppe

Ja, Wassersuppe, einer meiner ehemaligen Chef’s pflegte immer zu sagen-Kraft meiner Wassersuppe-.
Ich schenke ihm mal ein Foto, aufgenommen einige Jahre zurück, von einem Sonnenuntergang über Wassersuppe. Ein paar Monate später war er nicht mehr da.
Aber was hat es nun mit Wassersuppe auf sich, ganz einfach, es ist ein kleiner Ort am Hohenauer-See. Zum Hohenauer-See sind wir am  zweiten Tag des Törns gefahren.
Gestartet in der Phöbener Havel, über Brandenburg, Pritzerbe, Premnitz, Rathenow, immer die Havel zu Tal.
In Ketzin die Seilfähre „Charlotte“ gekreuzt und dem Fährmann per Kanal 10 begrüßt.
Die alte Kahnschleuse in Bahnitz, zwischen Pritzerbe und Rathenow war schon lange baufällig, da über 100 Jahre alt. Jetzt hat man an der anderen Seite des Nadelwehres eine völlig neue gebaut.
Auch hier ist Handbedienung angesagt. So haben wir nicht die große Schleuse benutzt.
Leider sind die alten Kahnschleusen im Unterlauf nicht mehr existent. Alle Schleusen von Bahnitz bis Havelberg sind jetzt fernbedient. Man ruft über Funk und der Rest ist problemlos.
In Rathenow sitzen drei Rathenower Originale als Denkmal neben der Stadtschleuse. Vorsicht, die Kerle spucken, aber es ist nur Wasser.
Gestern früh sind wir von unserem Liegeplatz in Wassersuppe gestartet, die Havel weiter zu Tal und in Havelberg in die Elbe. In Wittenberge haben wir im Nedlitzhafen getankt. Eigentlich wollten wir hier zur Nacht liegen, aber ein nützlicher Plausch mit dem Hafenmeister gab entscheidende Info. Er meinte das Wasser fällt sehr stark und von km 480 – 550 ist dann die Elbe sehr flach, auch zu flach für uns. Dömitz unser Tor zu Mecklenburg ist Elbkilometer 505, als nix wie los. Das Lot ständig im Auge und das nach Seezeichen ( gelbe Kreuze am Ufer) nötige Kreuzen exakt eingehalten ging Alles gut. Wenn man mit 20-22 Knoten aufsitzt, ist bestimmt nicht gut.
Teilweise fiel die Tiefe selbst in der Fahrrinne auf 1,10 m. Wir haben 0,60 m Tiegang.
Eben erzählte mir ein Segler, daß er vor Hitzacker mit 1,10m Tiefgang mehrmals aufgesessen war und umkehrte.
Eigentlich wollte er über Lübeck in die Ostsee segeln, jetzt muß er leider aufgeben.
Wir schleusen dann in die Elde zu Berg, dann „Dat blooge Band“ wie die Mecklenburger zur Elde sagen zum Plauer See.

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Ein Gedanke zu “Wassersuppe

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