Wo bleiben die Brötchen ?

Wo bleiben die Brötchen ? Aber viel wichtiger ist, wie kommen die Brötchen zu uns. Dieses Prinzip möchten wir hier einmal vereinfacht erklären.
Dieses Jahr in unserem Juli Törn hat es mit den Brötchen nicht geklappt:
„Hallo ihr beiden, da wir selbst an diesem Wochenende unterwegs waren (in Bellin am Stettiner Haff), ist heute früh der Brötchenservice ausgefallen. Und eigendlich habe ich erst in einer Woche mit euch auf den oberen Seen gerechnet. Also werde ich mal schauen, was ihr noch so vor habt. Evtl. klappt es dann ja am kommenden WE noch?
73, de DM4JO – Jochen. “ (Zitat aus den Kommentaren)

Ja wie macht das der Jochen bloß, dieser netten Tradition nachzugehen.
Ganz einfach, er nutzt unser ausgestrahltes APRS-Signal zur Standortbestimmung. APRS ist ein System der Funkamateure weltweit ihren jeweiligen Standort zu zeigen. Auch für Notfallsituationen sehr sinnvoll. In verbesserter Version im Frequenzbereich des Seefunks nutzt es die kommerzielle Schifffahrt zur Standortangabe als Sekundärradar, hier heißt es AIS. Hat man, wie wir, einen Empfänger dafür an Bord so wird der
Standort eines sich nähernden Schiffes auf der elektronischen Seekarte angezeigt.
Wie gesagt, hat auch dieses System seinen gedanklichen Urspruch aus dem Funkbetrieb im Amateurfunk geschöpft.
Unser System, das APRS ( Automatic Position Reporting System)
ist funkbasierend weltweit auf UKW mit der Frequenz 144.800 MHz. Hier wird einen Datensignal mit 1200 baud in gewissen Zeitabstand ausgestrahlt, welches das Rufzeichen, die Geschwindigkeit, den Kurs und die Position enthält.
Eine Station eines Funkamateurs an Land empfängt dieses Signal, gibt es im Schneeballsystem an andere Funkamateure weiter, so verbreitet es sich wie ein Lauffeuer.
Hat der empfangende Funkamateur seine Station mit dem Internet verbunden, werden so die Daten öffentlich. Über die Webseite
www.aprs.fi
ist dann bei Eingabe des Rufzeichens mit dazugehöriger SSID (hier DL2ARH-5) eine Kartendarstellung gegeben.
Ist kein empfangender Funkamateur in Reichweite, dann kann man seine Position auch direkt ins Internet setzen mit dem Ziel www.aprs.fi
Für die Funkübermittlung haben wir an Bord ein Eigenbau-Gerät, welches die GPS-Daten in Tonsignale für ein Funkgerät umwandelt. Als Sender verwenden wir dazu ein einfaches UKW-Funkgerät.Für die direkte Übermittlung ins Internetsteht auf einem Mini-PC Raspberry Pi eine Software zur Verfügung. Das Programm XASTIR nimmt die GPS-Daten und schickt sie zum bordinternen Router, welcher per Mobilfunk die Daten zu einem bestimmten Server sendet.
Wenn es also dieses Jahr im Juli nicht klappt, daß Jochen uns die Sonntagsbrötchen an unseren Liegeplatz bringt, ist es nicht so schlimm, wir sehen uns spätestens zum Internationalen Leuchtturm-und Feuerschiff-Wochenende im Ausgust in Karnin am Leucht-und Lotsenturm. Ein Bild unserer neuen QSL-Karte (Karte zur Empfangsbestätigung) ist unten zu sehen.
Zu guter letzt:
In unserer Marina auf der Insel Töplitz stand ein alter LKW.
Funkamateure werden das Nummernschild zu deuten wissen,;-)

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