In Karnin war die Luft radioaktiv und Sumbarcher Bratwörschtel

Wir feiern 15 Mal ILLW mit dem Team von DL0MFK

Es hat mal wieder viel Spaß gemacht, das Team hat wieder gepasst, die Technik hat
mitgespielt und viele nette Verbindungen sind ins Log gekommen.
Von meiner Seite als Rufzeichenverantwortlicher für DL0MFK dafür meinen herzlichen Dank.
Wir haben dank der Initiative von Torsten DL4APJ jetzt auch eine neugestaltete Webseite
unter www.dl0mfk.de. Jetzt mal eine paar Worte für unsere Mitleser, welche mit dem Begriff
ILLW noch nix anfangen können.
Seit 1994 findet einmal im Jahr das Internationale Leuchtturm – und Feuerschiff-Wochenende
statt. Funkamateure aus vielen Ländern der Welt bauen ihre Technik in Sichtweite, denn das
ist Bedingung, von Leuchttürmen oder Feuerschiffen auf.
Einige Teams haben das Glück in Feuerschiffen oder auf Leuchttürmen ihren Standort zu
beziehen, was natürlich toll ist. Wir das Team um DL0MFK/LH hatten bis zum Verkauf des
Leucht-und Lotsenturmes und deren Umbau zu einem Hotel
(http://www.lotsenturm-usedom.de/story/20/2520.html) ebenfalls diese Möglichkeit, welche nun
leider entfallen ist.
Dafür sind wir auf der großen Wiese vor dem Leuchtturm direkt am kleinen Sportboothafen bei
Vadder Gentz, es war eine bekannte Adresse bei Seglern und Motorbootfahrern.
Das Internationale Leuchtturm – unf Feuerschiff-Wochenende ist kein Contest(Wettbewerb)
sondern ein Event mit internationaler Beiteiligung. Es soll an die oft schwierigen
Arbeitsbedingungen erinnern, unter denen früher die Leuchtturmwärter ihren Dienst versehen
mußten.
Sie waren oft Wochen oder sogar Monate an entlegenen und unwirklichen Orten auf sich allein
gestellt für die Bedienung, Wartung und Reparatur der Anlagen auf dem Leuchtturm.
Ohne diese Navigationshilfen ist auch heute im Zeitalter von GPS eine sichere Schifffahrt
nicht möglich.
In den 30’er Jahren des letzten Jahrhunderts haben in Schottland Leuchtturmwärter im
Zusammenhang mit der aufkommenden Funktechnik damit begonnen sich regelmäßig im
Kurzwellenbereich Schiffsmeldungen und auch persönliche Nachrichten auszutauschen.
Die übliche dabei benutzte Übermittlung war und ist es heute noch bei Funkamateuren
die Morsetelegraphie, denn Sprechfunk wurde erst viel später entwickelt.Funkamateure aus
aller Welt arbeiten heute noch mit diesem Übertragungsverfahren aus Punkten und Strichen.
Morsetelegraphie ist Weltkulturerbe, welches Funkamateure pflegen. Außerdem ist bei
schwierigen Empfangsbedingungen das Morsen vorteilhaft, da hier das menschliche Ohr als
„Decoder“ unschlagbar ist.
Dieses Jahr wird das Team um DL0MFK/LH zum 15. Mal am Leucht-und Lotsenturm in Karnin am
Stettiner Haff die Luft dort „radioaktiv“ machen.
Seit 2003 treffen wir uns jedes Jahr am 3. Wochenende im August. Es sind Funkamateure aus
Thüringen und anderen Distrikten.
Wir sind ein Stammteam und jedes Jahr kommen neue Funkamateure zu Gast oder bleiben dann
langjährig im Team.
Am Freitag des Events ist Anreisetag, Nachmittags werden die Antennen aufgebaut und
getestet.
Dann kommt unsere Tradition dran, frische Thüringer Bratwürste vom Holzkohlengrill.
Sie sind wirklich frisch denn Freitagfrüh vor der Abreise aus Thüringen dort gekauft.
Wer auf unsere Webseite www.qsl.net/dl0mfk schaut kann sich von dem Treiben überzeugen.
Die Zeit wird mit Fachsimpeln das Vorstellen der selbstgebauten Geräte, Erfahrungsberichten
und Tests verbracht.
Der Samstag und Sonntag bis Nachmittag ist der Hauptaktivitätstag.
Auch Samstag wird das Gruppenfoto erstellt, hier das aktuelle Foto
von diesem Event.

Bisher haben wir über 12.000 bestätigte Funkverbindungen in alle Welt.
Wir hatten auch das Glück das in diesem Zeitraum ein Sonnenfleckenmaximum war, so fiel
Vieles leichter.
Herausragende Weitverbindung erfolgten von unserem Team, natürlich in Morsetelegraphie, nach
Hawai zum Makapuu-Point und zu den Falklandinseln.
Auch dieses Jahr sind wieder rund 800 Funkverbindungen dazugekommen.
Der Leucht- und Lotsenturm ist gleich neben der „Haffschänke“ von Vadder Gentz ein
bekannter Anlaufpunkt unter Skippern, berühmt wegen Sülze und Bratkartoffeln, so war es halt
http://www.haffschaenke.de/
Leider ist ab diesem Jahr die Haffschänke geschlossen, eine bekannte Institution geht so aus
uns unverständlichen Gründen dem Sonnenuntetgang entgegeen. Also bleibt uns nur die Wiese
vor dem Leuchtturm und Selbstversorgung. Leider macht das Gelände einen jämmerlichen
Eindruck. Rechts und links des Sportboothafens eine „Partymeile“ mit Kunstpalmen und
schwimmender Bar, passt nicht so ganz zum einbrechenden Steg. Den Fährmann Ulli mit seiner
Nordwind haben wir auch nicht mehr gesehen. Insgesamt haben wir auf unserem Usedom-Törn in
jedem Hafen von Seglern und Motorbootfahrern nur schlechte Meinungen zur Haffschänke
und den dortigen Betreibern erfahren. Ähnlich unfreundlich ist die Imbiss-Dame im  Zollhafen.
Sie hat auch gleichzeitig das Amt des Hafenmeisters inne. Auch hier passen Auftreten,
Service nicht zusammen.
Anzurechnen ist, daß wir vom ehemaligen Wirt Franz Gentz Strom bekamen und wir die
Toiletten und Duschen benutzen konnten, ein nicht zu unterschätzender Vorteil.
Wir hoffen das nächstes Jahr und die Jahre bis zu unserem 20 jährigen Jubiläum weiterhin
diese Möglichkeit besteht.

 

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2 Gedanken zu “In Karnin war die Luft radioaktiv und Sumbarcher Bratwörschtel

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