Da möchte man im Boden versinken

Wie wir schon berichteten sind wir per Landtransport des Bootes in die Rheinsberger Gewässer umgezogen. Gegenüber der Peene ein völlig anderes Revier, hier ist Spassfaktor angesagt.
Ein BunBo neben dem anderen, brüllend mit 9,9 oder jetzt 15 PS bei Gegenwind über den See, abends und nachts die Angler mit ihrer ANKA und 2 PS brüllenden Sahneschläger auf dem See mal rechts mal links.
Die grossen gecharterten Stahl-Verdränger mit führerscheinfreien kräftigen Diesel kommen mit Welle, da mit Vollgas gefahren wird oberhalb der Rumpfgeschwindigkeit. Die Welle reisst uns nicht nur die Anker lose und bringt Schwell, sondern beschädigt auch die Ufer massiv.
Dann noch eine besondere Spezies, die Möchtegern – oder Scheissegalpaddler. Entweder mit eigenen Faltboot oder Canadier oder halt ausgeliehen. Aufdringlich, fahren dir einfach neben das ankernde Boot, wundern sich über einen Ankerball und wollen ihn aus dem Wasser fischen. Kaum an Land wird erstmal Darm und Blase entleert. Das steht der mitfahrende Hund in nix nach.
An Übernachtungsstellen der Paddler sieht es nach deren Abreise so wie auf den Bildern aus. Wir haben schon schlimmere Stellen gesehen.
Kein Respekt vor einer Waldbrandstufe, kein Sinn für Spuren, welche man hinterlässt. Man hat aber ein gutes Gewissen, man füttert die Schwäne und Enten. Mein Fazit, keine Ahnung von Natur und Umwelt, Schade.
Richtig schön war die Kammermusik auf dem See, ein Trio aus Geige, Cello und Kontrabass haben geübt.
Das war Öl für die Seele, auch wenn es öfters durch das aggressive Brüllen eines alten Zweitakter-Mietbootes unhörbar war.

2 Gedanken zu “Da möchte man im Boden versinken

  1. Hallo, ihr zwei  Seebären,…Hauptsache wir protestieren möglichst während der Unterrichtszeit für besseren Klimsschutz…., was lernen unsere heutigen Eltern eigentlich noch ihren Kindern diesbezüglich ?…gibt es eigentlich noch so etwas wie Vorbildwirkung?Wir ankern ja in der Regel etwas weiter vom Ufer entfernt und da bleibt uns manch Trauerspiel erspart, doch auch wir können von diesen Dingen ein Lied singen. Es gibt fast keinen Urlaub, indem ich mir meine Füße nicht an Flaschenscherben aufschneide. Es ist mittlerweile zum Ritual geworden, das ich den Boden um die Ankerstelle weiträumig absuche…?Gruß, von der alten LiebeVon Samsung-Tablet gesendet

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